Informationspflicht für Blei als besorgniserregender Stoff

am 27. Juni 2018 wurde Blei (CAS-Nummer 7439-92-1) als besonders besorgniserregender Stoff in die REACH-Kandidatenliste aufgenommen.

Gemäß Artikel 33 REACH-Verordnung sind wir nun als Lieferant von Erzeugnissen, deren Masseanteil an Blei 0,1 Prozent überschreitet, verpflichtet, Ihnen als Kunden mitzuteilen, dass die gelieferten Produkte Blei beinhalten.

Folgende von uns gelieferte Automatenstähle enthalten Blei mit einem Masseanteil von über 0,1%: 

• 11SMnPb30 • 4SMnPb28 • C15Pb
• 11SMnPb37 • 46S20Pb • C35Pb
• 16MnCrS5Pb • C45Pb  


Freiwillige Information:


Massives Bleimetall gilt als reproduktionstoxisch, wenn die Konzentrationsgrenze von 0,3% Massenprozent überschritten wird. Dies ist jedoch keine neue Erkenntnis, sondern bereits seit Jahren bekannt und u.a. in speziellen Arbeitsschutzgesetzgebungen berücksichtigt. Die Aufnahme von Blei in die REACH-Kandidatenliste bedeutet daher nicht, dass eine unmittelbare Gefahr von bleihaltigen Werkstoffen ausgeht. Ziel der Aufnahme ist es u.a., weitere Informationen zu sammeln. Sollten neue Erkenntnisse erlangt werden, könnte die Verwendung von Blei zulassungspflichtig werden.

Gegenwärtig bleibt Blei ein wichtiges Legierungselement für Automatenstähle. Bleihaltige Werkstoffe sind langerprobte Legierungssysteme, die eine Reihe technologischer Vorteile bieten. Dabei wird Blei in den einschlägigen Normen für Automatenstähle -insbesondere der aktuellen DIN EN ISO 683-4:2018-09 ausdrücklich als Legierungselement aufgeführt.

Sollten Sie noch Fragen haben, stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Download des Kundenschreibens